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In den Zwinger sperren geht gar nicht

Ein Bericht: Lokale Zeitung

von Helene Braun

11.03.2018

 

Finthen – Gehorchen können Hunde auch ohne dass man sie quält. Einzig nach Tierschutzrichtlinien geht der Schäferhundeverein Finthen am Geiersköppelweg seit letztem Jahr vor. Neue Verfahren, neue Ziele, erst im Januar wurde offiziell ein neuer Vorstand gewählt mit Norbert Petry als Vorsitzendem. Die Lokale sprach mit ihm und der Kassenwartin Tanja Maus. „Gerade aus den Schäferhundevereinen kennen wir, dass der Hund über Angst zum Beißen gebracht wird“, erklärt Maus. Der Name Schäferhundeverein gefalle dem neuen Vorstand auch nicht, sagt sie weiter, denn hier sind alle Hunde willkommen zum Lernen und Spaß haben. Zuckerbrot statt Peitsche könnte das neue Motto heißen. „Auf zu neuen Ufern“ verkündet der Verein auf seiner Website. Demnach sind alle Hilfsmittel auf dem Übungsgelände verboten wie spezielle Halsbänder und mehr, die Schmerzen verursachen.

Seit der Gründung des SV OG Mainz Finthen vor über 50 Jahren hätten sich Ausbildung und Trainingsmethoden immer wieder einer neuen Wandlung und Anpassung unterzogen, so Tanja Maus, aber nicht im Verein. Diese Unzufriedenheit führte dann zur Wahl eines neuen Vorstandes, dieser hat es sich zu Aufgabe gemacht alte Strukturen aufzubrechen und Neues zuzulassen. Keine leichte Aufgabe! Denn einige wenige Mitglieder waren nicht bereit, ausgetretene Pfade zu verlassen und den neuen Weg für und mit dem Verein zugehen. Diese Mitglieder, zu denen auch ehemalige Vorstandsmitglieder gehörten, haben den Verein nun auf eigenen Wunsch verlassen. Zwar verbleiben jetzt vorerst nur noch 24 Mitglieder. Aber die Landesgruppe Rheinland-Pfalz habe das Gelände für ein Trainer-Seminar gewählt. An zwei Tagen in der Woche ist es an eine Hundeschule und die Polizei vermietet.
Tanja Maus nennt ein paar Beispiele, wie man nun vorgeht: da gibt es Obedience-Training, Agility und die Begleithundeprüfung, die so gestaltet sind, dass auch der Hund Spaß daran hat, weil das Training abwechslungsreich und individuell ist. Da lernen Hunde Tricks und treffen sich zur Musikstunde, an Halloween oder Fastnacht sind Hunde wie Herrchen und Frauchen verkleidet und gehen gemeinsam spazieren oder richten ein Turnier aus wie das Obedience-Turnier an der letzten Fastnacht. Auch in das Vereinslokal dürfen sie hinein und in den Zwinger sperren geht gar nicht.

Allein mit den Änderungen ist der Vorstand aber noch nicht zufrieden: „Ein Stück hartes Arbeit liegt noch vor uns“, sagt Tanja Maus. Die Finther Vereine müssten zusammenfinden. Mit dem Reitverein hat das schon geklappt. „Hier hatten wir unsere erste Trick-Dog-Aufführung. Und beim Tag der offenen Tür des Hundevereins kommen sie mit allen Ponys.“ Weitere Infos, Trainingszeiten, Prüfungen und mehr unter www.og-mainz-finthen.com.

Originalbericht   Die Lokale

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Die Lokale Zeitung

von Helene Braun

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